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Bei Schaumkronen über den Untersee

Zwölf Kinder zwischen sechs und 13 Jahren nutzten den Feiertag, um das Regattasegeln für sich zu entdecken. Sie nahmen am 10. Mai am Optiliga-Training der Seglerjugend des Landes-Segler-Verbands Baden-Württemberg in Radolfzell teil und bereiteten sich auf eine kleine Regatta am Samstag vor.

Gefördert wurde das Training für die jungen Seglerinnen und Seglern von der Deutschen Seglerjugend, der Jugend des Deutschen Segler-Verbandes.

Das Ziel der 2015 ins Leben gerufenen Optiliga, seglerischen Nachwuchs für das Wettsegeln zu begeistern, ist dabei voll aufgegangen. „Die Kinder waren glücklich und mächtig stolz auf sich, dass sie es gemeistert haben“, sagt Trainerin Charlotte Metzger. Denn der Vatertag hat der Gruppe mit sehr unterschiedlichem Leistungsniveau und aus verschiedenen Vereinen vom Untersee nichts geschenkt. Während am Morgen die Schaumkronen auf dem Wasser tanzten, nutzte sie und Jan Schliemann, beide Trainer des YC Radolfzell, die Zeit für eine Vorstellungsrunde, überprüften mit den Kindern die Boote und sorgten mit sportlichen Koordinationsübungen für den Appetit auf Pizza. Gut, nutzte die Regenfront die Mittagspause für ihre Showeinlage, sodass die Kinder um 14 Uhr bei leichtem Wind endlich aufs Wasser konnten.2018 05 15 ycra ol training2
Auf der anderen Seeseite, vor Itznang, um vor eventuell auffrischendem Wind sicher zu sein, wurde gewendet, gehalst, Kreuzkurs gesegelt und Starten geübt während sich der Wind langsam steigerte. „Das eigentliche Abenteuer war der Rückweg nach Radolfzell bei vier Beaufort“, sagt die Trainerin. Der hohe Halbwindkurs wollte auf der Kante ausgeritten werden und manche erlebten sich bei dieser Windstärke zum ersten Mal. „Die Kinder haben sich super-tapfer geschlagen, keiner ist gekentert“, so Charlotte Metzger und ist begeistert von der Leistung ihrer Kinder.
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Für die Regatta am Samstag hat der Erfahrungsgewinn dann nichts gebracht. Bei strahlendem Sonnenschein, 25 Grad und Windgeschwindigkeiten um ein Beaufort konnten die Kinder gemütliche drei Läufe segeln und die Trainer zeigten sich zufrieden. Denn alle hatten verstanden wie das Startprozedere funktioniert, auch wenn sie die Distanz zur Startlinie noch schwer einzuschätzen konnten. Mit drei ersten Plätzen segelte Henri Hallmann vom Konstanzer YC souverän auf den ersten Platz. Zur Belohnung wurde gemeinsam mit den Eltern gegrillt und alle durften sich ein kleines Geschenk aussuchen. Darüber, dass der Wind nicht wütete wie am Donnerstag, waren vor allem die Jüngeren froh. Ein Kind hat es auf den Punkt gebracht: Schlimmer wäre es anders herum gewesen. Leichtwind im Training und dann Ballermann am Start.

Fotos: Mirko Friedrich