Jakob Janich wird hauptamtlicher Trainer im Landes-Segler-Verband

Der Segelsport braucht mehr Nachwuchs und dieser soll bestmöglich gefördert werden. Zum 1. Juni 2020 hat deshalb Jakob Janich seine Stelle als neuer hauptamtlicher Verbandstrainer angetreten.

Der Landes-Segler-Verband Baden-Württemberg hat die Stelle als Talentkoordinator geschaffen, um ein produktives Zusammenwirken aller Kräfte im Nachwuchsbereich zu gewährleisten und damit eine bedeutende Lücke im Fördersystem zu schließen. Eine vielseitige und anspruchsvolle Aufgabe, die nur in Vollzeit hinreichend zu bewältigen ist.
Denn nicht nur die jungen Seglerinnen und Segler brauchen Training, auch die Vereine und Eltern freuen sich über Unterstützung, um eine nachhaltige Nachwuchsförderung leisten zu können. Damit diese Förderung sich weiterentwickelt und am Ende erfolgreich ist, müssen z.B. die Schulen, Eltern, Vereins- und Verbandstrainer optimal zusammenarbeiten.

2020 06 10 janich2Jakob Janich bringt die nötige Erfahrung für diese Trainerstelle mit. Sechs Jahre lang arbeitete der gebürtige Münchner als hauptamtlicher Vereinstrainer für den Yacht Club Radolfzell. Er baute eine neue Jugendgruppe auf, stellte eine Kooperation zwischen den Schulen vor Ort und dem Yacht-Club auf die Beine und machte sich im Bereich Untersee auf die Suche nach Talenten. Schon damals leitete der 38-Jährige als Stützpunkttrainer am Untersee auch Trainingsveranstaltungen für den Landes- Segler-Verband, vor allem in der Verbands-Fördergruppe Optimist und im Nachwuchsbereich der 29er-Bootsklasse.
Zusätzlich zu seiner Trainer-A-Lizenz vom Deutschen Segler Verband, hat er sich im vergangenen Jahr beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zum Trainer im Nachwuchsleistungssport qualifiziert. Durch seine Arbeit als Vereins- und Honorartrainer konnte er Erfahrungen von der Grundausbildung der Jüngsten bis hin zum Training der 49er-Junioren sammeln.

2020 06 10 janich3Die angetretene Stelle sei bunter als zuvor und biete ihm mehr räumliche Flexibilität, freut sich Janich auf seine neue Aufgabe. Neben der Talentsichtung, zum Beispiel beim jährlichen Vielseitigkeits-Cup, wird er die jungen Seglerinnen und Segler beim Umstieg vom Optimisten in die vorolympischen Klassen beraten und begleiten. Auch die Entwicklung von mentaler Stärke bereits in der Grundausbildung liegt ihm am Herzen. Denn vergleiche man Segeln mit anderen Sportarten, so falle auf, dass schon von klein auf hohe Ansprüche an die mentalen Fähigkeiten der Nachwuchs-Sportler gestellt werden. Allein starkem Wind und Wellen ausgesetzt, gelte es Ängste zu überwinden. Zudem fordere eine Regattaserie bereits von Zehn- bis Elfjährigen eine hohe Konzentrationsleistung. Auch das Akzeptieren und Verarbeiten von weniger guten Ergebnissen müsse von Anfang an besprochen und trainiert werden. Sehr wichtig sei in diesem Zusammenhang auch die gute Zusammenarbeit mit den Eltern.
Um den Austausch und die Kommunikation bereits in den Anfängen zu fördern, möchte Jakob Janich Vereine besuchen und diese, wo erwünscht, im Hinblick auf das Training und die Nachwuchsarbeit beraten.
Auch um den Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien will er sich zukünftig kümmern.
Die bisherigen Aufgaben als Honorartrainer für die 49er-Junioren-Gruppe behält er weiterhin, ebenso die unterstützende Arbeit im Bereich der Verbandsförderung in der Optimisten-Klasse.

Radolfzell habe großen Spaß gemacht, so Janich, aber jetzt sei einfach Zeit für etwas Neues. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und die Zusammenarbeit mit dem Bundestrainer am Bundesstützpunkt Nachwuchs Süd, Marc Schulz, und dem leitenden Landestrainer Peter Ganzert. „Wir arbeiten schon seit einigen Jahren sehr erfolgreich zusammen und konnten schon in den ersten vorbereitenden Gesprächen viele Aufgabenfelder abstecken, in den denen wir großes Entwicklungspotenzial sehen“, stellt Jakob Janich fest.

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