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Youth Sailing Award geht an die Jugendgruppe des Segelclubs Laupheim

So etwa 7000 Mal passe ihr Baggersee in den Bodensee, hat Jürgen Geiselmann, Vorstand des Segelclubs Laupheim ausgerechnet. Und trotzdem hat er keinen Grund neidisch zu sein. Den mit 1.500 Euro dotierten Youth Sailing Award hat in diesem Jahr kein Club vom Bodensee gewonnen. Er ging an den Laupheimer Baggersee, an den Club mit der "Jugendgruppe des Jahres 2017".

 

Mit Jugendleiterin, Vorstand und Trainern war die Gruppe nach Friedrichshafen gekommen um am ersten Interboot-Samstag ihren Preis als beste Jugendgruppe 2017 von Fabian Bach, Jugendobmann des Landes-Segler-Verbands Baden-Württemberg und dem Projektleiter der Interboot, Dirk Kreidenweiß, entgegen zu nehmen.2017 09 27 scla ysa2

“Wenn die Boote im Winterlager sind, warten wir nicht sinnlos auf die nächste Saison“, erzählen die Jugendsprecher Nina Lendler, Anne Knüppel, und Timo Bachhuber auf der Bühne. Gemeinsam geplante Aktivitäten wie Schlittschuhlaufen, Skiausflüge, Kegeln sowie ein Nikolaus-Lagerfeuer mit Grillen sorgen dafür, dass die Gruppe nicht auseinanderfällt und verkürzt ihr die Wartezeit auf den Sommer am Wasser. Und der hat es in Laupheim in sich. Neben einem wöchentlichen Schwimmkurs trainieren Optis, Laser und 420er. Dieses Jahr stand ein Ausflug zum Kletterparcours und der Besuch eines Bootsbauers und eines Segelmachers auf dem Programm. Im November ist eine Führung durch die Schifffahrtsabteilung des Deutschen Museums in München geplant. Daneben wird selbstverständlich am Kinder- und Heimatfest teilgenommen. Und beim Laupheimer Kinderferienprogramm „Laupfrosch“ bringt der Club seit vielen Jahren Kindern in einem zweitägigen Kurs das Segeln bei. Ein Wunder, dass da noch Zeit für Ansegeln, Absegeln, diverse Trainingslager, Maikäfer- und mehrere Schwarzwurstregatten bleibt. Und natürlich die Kaudelregatta im September.2017 09 27 scla ysa3

31 Kinder aus elf Vereinen, fünf von ihnen vom eigenen Club, kamen in diesem Jahr an den idyllisch gelegenen Baggersee, um an der beliebten Opti B-Regatta teilzunehmen. Vielleicht sind es die „Knaudel“, die lustigen Steinmännchen, die, in verschiedenen Größen, auf alle Teilnehmer warten und von denen man natürlich den größten gewinnen will. Vielleicht ist es aber auch die familiäre Atmosphäre und das überschaubare Clubgelände, das Kinder, Boote, Eltern und Campingbusse und Zelte ganz nah zusammen ans Wasser bringt und nicht zuletzt das Revier, das den Anfängern unter den Optiseglern die Angst vor dem Wasser nimmt. Immer in Sichtweite des Ufers haben Kinder wie Eltern gleichermaßen ein sicheres Gefühl. Ganz auf die Bedürfnisse der Jüngsten abgestimmt nimmt Sportwart Oliver Mulder bei der Steuermannsbesprechung auch die Regattaeinsteiger mit. Bunte Boote fahren an der Magnettafel um die Bojen, die Flaggen werden hochgezogen. „Nach einer Minute hupen wir ganz laut“, sagt er und fordert die Kinder auf, jederzeit alles zu fragen.2017 09 27 scla ysa4

Yachten sucht man auf diesem See vergeblich. Wer segeln will, nimmt eine Jolle, die man nebenan aus der Hütte nimmt. Wenn die Optimisten samstags trainieren, genießen Geschwister, Eltern, und Großeltern das Leben beim Baden und Zusammensein. Anschließend wird gemeinsam gegrillt, jeder hat etwas mitgebracht. „Wenn einer nicht kommt, dann machen wir uns Sorgen“, sagt Christina Colombo, die seit diesem Jahr als Jugendleiterin aktiv ist. „Eines meiner Ziele ist, dass die Kinder verschiedene Boote testen können, bevor sie sich festlegen“, sagt sie. Aber neben dem Breitensport will sie auch die Teilnahme an Regatten und Trainingslagern fördern, hat Trainer für die 420er und die Laser engagiert und will, dass auch die Erwachsenen in den Genuss des Jollensegelns kommen. „Ich habe mir gewünscht, eine Jugendleiterin zu finden, die gerne mit den Leuten spricht“, sagt Vorstand Jürgen Geiselmann. Mit Christina Colombo hat er die richtige Frau gefunden. „Ich hatte anfangs ein wenig Angst vor der Aufgabe“, sagt sie bescheiden“, da ich nicht so viel vom Segeln verstanden habe. Inzwischen hat sie das Bodensee-Schifferpatent, den Sportbootführerschein See und will im Winter den Sportküstenschifferschein machen. Und mit ihrer fröhlichen, offenen Art erreicht sie jeden. „Wir haben kein Problem ehrenamtliche Helfer zu finden“, sagt sie und Geiselmann fügt hinzu: „Unser kleiner Verein wächst, ohne dass wir Werbung machen“.


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